Kurz gesagt: Gängige Kritik am Goldsparplan, etwa keine Zinsen oder höhere Kosten, ist teils berechtigt, greift aber zu kurz. Gold dient der Diversifikation und dem Kaufkrafterhalt, nicht der laufenden Rendite. Für Anleger mit zehn Jahren Horizont ist ein Sparplan als Beimischung sinnvoll, nicht als alleinige Anlage.
Was Finanztip über Goldsparpläne schreibt, und was dabei fehlt
Finanztip ist eine der meistgenutzten Finanzratgeberplattformen im deutschsprachigen Raum. Ihre Empfehlungen zu ETFs, Tagesgeldkonten und Versicherungen sind hilfreich und gut begründet. Doch bei Goldsparplänen lohnt ein genauerer Blick auf das, was gesagt wird, und was unerwähnt bleibt.
In diesem Artikel analysieren wir die häufigsten Kritikpunkte an Goldsparplänen, ordnen sie sachlich ein und zeigen, welche Faktoren in der Debatte oft unterschlagen werden.
Der häufigste Kritikpunkt: Gold wirft keine Zinsen ab
Das stimmt. Gold zahlt keine Dividende, keinen Zins, keine Ausschüttung. Wer 10.000 Euro in einen Goldbarren investiert, bekommt nach 10 Jahren exakt denselben Goldbarren zurück, sein Wert hängt einzig vom Marktpreis ab.
Was dabei oft nicht erwähnt wird: Das gleiche gilt für andere Sachanlagen wie Immobilien (ohne Miete), Rohstoffe oder Sammlerstücke. Der Vergleich mit Zinsprodukten ist deshalb nur bedingt fair.
Die eigentliche Frage lautet nicht „Wirft Gold Zinsen ab?“ sondern: „Was passiert mit der Kaufkraft meines Geldes, wenn ich es nicht anlege?“ In einem Jahrzehnt mit durchschnittlich 3% Inflation verliert 10.000 Euro an Kaufkraft um rund 26%. Gold hat historisch diese Kaufkrafterosion zumindest teilweise kompensiert, ohne Garantie, aber mit nachweisbarer Tendenz.
Zweiter Kritikpunkt: Goldpreisschwankungen sind erheblich
Auch das ist richtig. Der Goldpreis schwankt, teils stark. 2011 lag er bei über 1.800 US-Dollar pro Unze, 2015 bei knapp 1.050 Dollar. Das ist ein Rückgang von über 40% in vier Jahren.
Was die Kritik dabei ausblendet: Aktien schwanken mindestens genauso stark. Der DAX verlor 2008/09 rund 55%, im Corona-Crash 2020 innerhalb weniger Wochen fast 40%. Wer ausschließlich auf ETFs setzt, ist ebenfalls erheblichen Schwankungen ausgesetzt, nur dass diese Schwankungen im gesellschaftlichen Diskurs oft als „normal“ akzeptiert werden, während Goldschwankungen als Argument gegen Gold verwendet werden.
Ein monatlicher Sparplan mildert dieses Risiko zudem durch den Cost-Average-Effekt: Käufe bei hohem und niedrigem Preis gleichen sich über Zeit aus.
Dritter Kritikpunkt: Goldsparpläne sind teurer als der Direktkauf
Finanztip und andere Kritiker weisen auf Aufschläge bei Goldsparplänen hin. Das ist ein berechtigter Punkt, aber nur im Vergleich zum Direktkauf großer Barren.
Hier liegt ein wichtiges Missverständnis: Wer 25 oder 50 Euro monatlich in Gold anlegen möchte, kann das am freien Markt gar nicht zu vergleichbaren Konditionen tun. Kleine Barren (1g, 5g, 10g) haben deutlich höhere prozentuale Aufschläge als Großbarren.
Auvesta umgeht dieses Problem durch Sammeleinkäufe: Das Unternehmen kauft im Namen aller Sparer Großbarren ein und gibt den Preisvorteil weiter, bis zu 15% günstiger als beim Einzelkauf kleiner Barren. Das Kostenargument dreht sich damit für Kleinsparer sogar um.
Was Finanztip nicht berücksichtigt: Die psychologische Komponente
Studien zur Verhaltensökonomie zeigen: Viele Menschen halten ETF-Sparpläne in Krisenzeiten nicht durch. Wenn Aktienkurse einbrechen, steigen viele Sparer zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt aus, und realisieren damit echte Verluste.
Gold verhält sich in Krisenzeiten oft gegenläufig zu Aktien: Wenn Börsen fallen, steigt der Goldpreis häufig an (Beispiel: 2008, 2020, 2022). Für Anleger, die dazu neigen, in Panik zu verkaufen, kann Gold als stabilisierendes Element im Portfolio psychologisch wertvoller sein als ein theoretisch renditestärkeres, aber volatileres Aktienportfolio.
Die Frage der Diversifikation: Gold als Ergänzung, nicht als Ersatz
Kein seriöser Goldanbieter, auch Auvesta nicht, empfiehlt, das gesamte Vermögen in Gold zu stecken. Die empfohlene Beimischung liegt je nach Risikotyp zwischen 5% und 15% des Gesamtportfolios.
In dieser Rolle als Diversifikationsbaustein ist Gold unbestritten wertvoll. Es korreliert niedrig mit Aktien, bietet eine Währungsabsicherung (Gold wird in US-Dollar gehandelt) und funktioniert als Portfoliostabilisator in Stresssituationen.
Die Frage „Goldsparplan sinnvoll oder nicht?“ lässt sich nicht pauschal beantworten. Sie hängt ab vom Anlagehorizont, der Risikobereitschaft und dem bestehenden Portfolio. Für Anleger ohne jeglichen Sachwert-Anteil im Portfolio kann ein Goldsparplan ein sinnvoller erster Schritt sein.
Was macht Auvesta besser als die Konkurrenz?
Unter den Anbietern von Goldsparplänen in Deutschland gibt es erhebliche Unterschiede. Auvesta hebt sich in mehreren Punkten ab:
- 5x Testsieger Handelsblatt (2021–2025), keine andere Bewertung aus der Finanzpresse spricht klarer
- Großmengen-Einkauf für faire Grammpreise auch bei kleinen Beträgen
- LBMA-zertifizierte Lagerung mit vollständiger Versicherung
- Keine Mindestlaufzeit, volle Flexibilität für den Sparer
- SwitchPilot: automatisches Umschichten zwischen Gold und Silber nach Marktlage
- Online-Depot: transparente Einsicht, Verkauf und Lieferung jederzeit möglich
Für wen ist ein Goldsparplan also sinnvoll?
Ein Goldsparplan ist sinnvoll, wenn Sie:
- Einen langfristigen Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren haben
- Ihr Portfolio um einen physischen Sachwert ergänzen möchten
- Keine hohen Einstiegsbeträge aufbringen können oder wollen
- Von einem professionell verwalteten System profitieren wollen (Lagerung, Verwaltung, Reporting)
- Flexibilität schätzen und keine Vertragsbindung eingehen möchten
Ein Goldsparplan ist weniger geeignet, wenn Sie kurzfristige Gewinne erwarten, das gesamte Vermögen auf eine Asset-Klasse setzen wollen oder kein Verständnis für Preisschwankungen mitbringen.
Fazit: Kritik als Denkanlass, nicht als Pauschalurteil
Die Kritik an Goldsparplänen ist in Teilen berechtigt. Wer keine Zinsen braucht, langfristig denkt und Gold als Ergänzung versteht, kann von einem Goldsparplan profitieren. Wer kurzfristig spekulieren möchte, ist falsch aufgehoben.
Entscheidend ist, mit welchem Anbieter man zusammenarbeitet. Auvesta hat hier, belegt durch fünf unabhängige Testsiegerauszeichnungen in Folge, eine starke Position.
Mehr zur Flexibilität des Sparplans lesen Sie in unserem Ratgeber Goldsparplan kündigen: So flexibel sind Sie wirklich. Eine ausführliche Sparplan-Rechnung über 25 Jahre finden Sie unter Gold als Altersvorsorge: Sparplan-Rechnung über 25 Jahre.
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Disclaimer: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Edelmetall-Investments sind mit Risiken verbunden. Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Ergebnisse. Bitte konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater.
Häufige Fragen
Ist die Kritik berechtigt, dass Gold keine Zinsen oder Dividenden abwirft?
Diese Kritik ist sachlich korrekt. Gold produziert keine laufenden Erträge. Die Gegenfrage lautet jedoch, welche Kaufkraft Bargeld ohne Investition über Zeit verliert. Bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 3 Prozent sinkt die Kaufkraft von 10.000 Euro innerhalb einer Dekade um rund 26 Prozent. Gold und Zinserträge lösen unterschiedliche Aufgaben im Portfolio.
Sind Goldsparpläne wirklich teurer als Direktkäufe?
Diese Kritik trifft vor allem bei großen Einmalkäufen zu. Bei kleinen monatlichen Beträgen sind Direktkäufe von Kleinbarren (1 bis 10 Gramm) oft teurer, weil Händler für kleine Stückelungen höhere prozentuale Aufgelder verlangen. Sparpläne ermöglichen durch gebündelte Sammelkäufe größerer Barren günstigere Grammpreise, die für Einzelanleger sonst schwer erreichbar sind.
Wie verhält sich Gold in Börsencrashs gegenüber Aktien?
Historisch bewegt sich Gold häufig gegenläufig zu Aktien. Während der DAX 2008 bis 2009 stark fiel, zeigte Gold eine deutlich geringere Korrelation und konnte Portfolioeinbrüche abmildern. Diese Eigenschaft macht Gold als Diversifikationskomponente wertvoll, auch wenn sie nicht in jeder Marktphase gleichmäßig auftritt.
Für wen ist ein Goldsparplan trotz Kritik sinnvoll?
Ein Goldsparplan ist sinnvoll für Anleger mit einem Zeithorizont von mindestens zehn Jahren, die ein physisches Sachwert-Element zur Portfolio-Diversifikation suchen, keine größeren Einmalbeträge aufbringen können oder wollen und Wert auf Flexibilität ohne Vertragsbindung legen. Er ist nicht geeignet als alleinige Anlageform oder für kurzfristige Ziele.
Warum brechen viele Anleger ETF-Sparpläne in Krisen ab?
Verhaltensökonomische Beobachtungen zeigen, dass Anleger bei starken Kursrückgängen emotional reagieren und Pläne zum ungünstigsten Zeitpunkt beenden, wodurch sie Verluste realisieren und anschließende Erholungen verpassen. Gold bewegt sich historisch oft gegenläufig zu Aktien, was die psychologische Belastung in Krisenzeiten für manche Anleger reduziert.